Das Seleggt Verfahren

Das SELEGGT-Verfahren ist eine Methode, um das Kükentöten zu verhindern. Der wissenschaftliche Ansatz der endokrinologischen (hormonbasierten) Geschlechtsbestimmung im Brutei wurde in dem SELEGGT-Verfahren automatisiert und findet heute schon Anwendung.

Bei dem Verfahren wird das acht bis zehn Tage gebrütete Ei aus dem Brutschrank genommen und ein Sensor kontrolliert ob das Brutei befruchtet ist. Bei allen befruchteten Bruteiern wird mithilfe von Lasern ein feines Loch in der Bruteischale erzeugt. Daraufhin wird eine minimale Menge der Allantoisflüssigkeit entnommen. Die Flüssigkeitsentnahme geschieht noninvasiv und hat infolgedessen für das Brutei keine negativen Folgen. Das Innere des Bruteies bleibt also unberührt und unversehrt.

In der Allantoisflüssigkeit befindet sich bei einem weiblichen Brutei Östronsulfat, ein weibliches Geschlechtshormon. Die Tropfen werden nun außerhalb des Bruteies in einen patentierten Marker gegeben.

Der Marker reagiert auf das Östronsulfat mit einem Farbumschlag. Die Bruteier können nun gemäß dem Farbumschlag sortiert werden. Nun ist es möglich, die männlichen Bruteier zu einem hochwertigen Futtermittel zu verarbeiten, während die weiblichen Bruteier zurück in den Brutschrank gelangen. Das kleine Loch, das durch den Laser entstanden ist, muss nicht verschlossen werden, da sich die innere Eimembran selbstständig wieder schließt. Am 21. Bruttag schlüpfen dann nur noch weibliche Küken. Weitere Informationen für Verbraucher finden Sie unter respeggt.com.

Studien zum Thema Schmerzempfinden

Das SELEGGT-Verfahren ermöglicht es zwischen weiblichen und männlichen Bruteiern am 9. Bruttag zu unterscheiden. Wir sind uns bewusst, dass es zwischen Wissenschaftlern eine Diskussion darüber gibt ab welchem Moment ein Hühnerembryo in der Lage ist Schmerz zu empfinden. Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags hat zusammengefasst, dass ab dem 15. Bruttag ein Schmerzempfinden möglich ist. Die Bruttage davor werden von Wissenschaftlern unterschiedlich bewertet.

Unserer Auffassung nach ist diese Diskussion wichtig und notwendig, sie sollte uns jedoch nicht davon abhalten, eine sektorale Verbesserung bereits heute durchzuführen.

Falls überhaupt vorhanden, ist die Möglichkeit Schmerz zu spüren oder andere negative Erfahrungen wahrzunehmen am 9. Bruttag sehr klein. In jedem Fall sollte das SELEGGT-Verfahren immer als besser gegenüber dem Schlupf, Sortieren, Transportieren und Töten eines Eintagskükens bewertet werden.

Den Brutprozess von männlichen Bruteiern zu beenden ist sehr schnell und effektiv. Zusätzlich können diese Eier als hochwertiges Futtermittel verwendet werden und somit eine wichtige Rolle im zirkulären Ansatz der Nährstoffverwertung spielen.

PDF: Zum Schmerzempfinden von Hühnerembryonen
(Paper des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags)